HAUSHALTSNAHE DIENSTLEISTUNGEN

Der Bund erstattet Steuern für „haushaltsnahe Dienstleistungen“!

 

Gemeint sind damit alltägliche Aufträge von Privatleuten rund ums Haus. Auch Mieter können den Steuervorteil nutzen. Das Finanzamt erstattet 20 Prozent der Kosten. Für 2009 wurde die Regelung sogar deutlich verbessert: Bisher wurden maximal 3 000 Euro anerkannt, es gab also höchstens 600 Euro Erstattung. Ab 2009 steigt die Grenze für Handwerkerarbeiten auf 6 000 Euro, sodass 1 200 Euro erstattet werden. Bei Dienstleistungen – Garten, Pflege, Putzen, Kinderhüten – sind es sogar 20 000 Euro, da gibt es bis zu 4 000 Euro zurück. Wichtig: Diese Summen werden nicht von der Steuer abgesetzt, sondern vom Finanzamt erstattet. Sie senken also nicht das zu versteuernde Einkommen, sondern direkt die Steuerschuld. Das Amt zieht sie von der zu zahlenden Einkommensteuer ab. Dabei greift die Steuerregelung auch für Ferienhäuser und Zweitwohnungen, die Immobilie darf sogar im EU-Ausland liegen. Allerdings werden nur die Lohn-, Fahrt- und Maschinenkosten sowie die Umsatzsteuer anerkannt – nicht aber Materialkosten. Vor allem aber dürfen Kunden die Rechnung nicht bar bezahlen. Das Finanzamt verlangt einen Überweisungsbeleg, im Regelfall ist das der Kontoauszug. Barzahlungen werden nicht akzeptiert. Wer keinen Überweisungsbeleg vorlegen kann, erhält die Steuererstattung nicht.

Wichtig: Beide Förderungen (Handwerk und Dienstleistung) stehen nebeneinander. Ein privater Haushalt kann also 1 200 Euro für Handwerkerleistungen erstattet bekommen und zusätzlich 4 000 Euro für Dienstleistungen.

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